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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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als es bei Mädchen dieſer Klaſſe der Fall zu ſein pflegt, und ſie hatte es in der Stille auch weiter ausgebildet und ſich beſſer zu Nutze gemacht. Was ihr und, wenn wir uns ſo ausdrücken ſollen, ihrem Beſitze fehlte, war im Grunde nur, daß ſie denſelben mit und an demje⸗ nigen Anderer maß und an dieſem ſich klären und weiter bilden ließ, und das Haus und die Kreiſe des Commer⸗ zienraths boten ihr dazu eine Gelegenheit, wie ſie die⸗ ſelbe nicht günſtiger erhoffen konnte.

Trotzdem benutzte ſie dieſe Gelegenheit, wie geſagt, nicht. Die paar Male, wo es der Commerzienräthin im Laufe der Zeit gelang, ſie wirklich in die Geſellſchaft hineinzuführen, verharrte ſie in einer Zurückhaltung oder vielmehr ängſtlichen Scheu, welche Niemand ſich ihr zu nähern erlaubte und ihre Beſchützer nach und nach von ähnlichen Verſuchen abſtehen ließ. Aber dieſe ängſtliche Scheu beherrſchte ſie auch in den kleinern und kleinſten Cirkeln, in denen ſie denn allmälig doch öfters zu finden war. Jede fremde Erſcheinung drängte ſie wieder in ihre erſte Zurückhaltung und Verſchloſſen⸗ heit zurück, und es bedurfte einer langen Zeit, um ſie auch nur den drei oder vier nächſten Freunden des Paars, welche ſchier täglich im Hauſe verkehrten und dem liebreizenden Geſchöpf die wärmſte Theilnahme und das herzlichſte Wohlwollen entgegentrugen, mit einer