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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ihren Geſang bezauberte, angeregt und befriedigt durch den Kreis von zu einander paſſenden heitern und be⸗ deutenden Menſchen, der es ſich hier wohl ſein ließ. Es gab wenig Tage im Jahre, wo ſich das Paar wirk⸗ lich einmal allein bei einander fand, auch dann froh und zufrieden. Denn es waren tüchtige Menſchen, die einander verſtanden und liebten.

In dieſen großen, lebhaften Kreis ließ Marie ſich faſt niemals ziehen, obgleich das freundliche Paar die Einſame und bald vielleicht noch Einſamere mit dem Organiſten ging es anſcheinend ſchnell bergab und auch ſeine alte Schwägerin wurde raſch hinfällig auf das herzlichſte an ſich zu feſſeln ſuchte und, von des Mäd⸗ chens Schönheit und Talent ganz zu ſchweigen, ſelbſt die Bildung deſſelben nicht allzuweit hinter den Anſprü⸗ chen zurückſtand, die man in dieſen Regionen zu erheben pflegt. Der Alte hatte viel an ſein Kind gewandt. Er mochte ſich im Stillen doch wohl ſelber klar gemacht haben, daß das Talent Mariens, wenn es wirklich das außerordentliche war, für das man es hielt, bald ſeine Schranken durchbrechen und die Künſtlerin auf eine Höhe, in Kreiſe und Verbindungen führen dürfte, wo ihr nur eine tüchtige innere Bildung den nöthigen Halt und die nothwendige Selbſtſtändigkeit zu gewähren und zu erhalten vermöge. Sie hatte bei weitem mehr gelernt,

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