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Die Geſelligkeit im Hauſe des Commerzienraths war eine ſehr lebhafte und muntere, und er und ſeine Gattin verſtanden es, ſie auch zu einer inhaltsvollen und an⸗
muthigen zu machen. Das Paar hatte keine Kinder
und ſtand in jenem Alter, wo die Jahre den Körper noch nicht beläſtigen und der Geiſt noch in voller Friſche und Kraft die ir iſche Form erfüllt, wo wir das Leben verſtehen und würdigen und uns mit Behagen in ihm
daheim fühlen, im ruhigen und frohen Genießen des
Guten und Schönen, im ernſten Zurückweiſen oder mu⸗ thigen Ueberwinden des Falſchen und des Schweren. Der Commerzienrath genoß nicht nur in der großen Stadt eines außerordentlichen Anſehens und der allge⸗ meinen Achtung, ſondern ſein Bankgeſchäft hatte ſeinen Namen und ſeinen Ruf auch weit in die Ferne hinaus verbreitet; zu dem ſtädtiſchen Kreiſe, welcher ihn und die Gattin verehrend umgab, geſellten ſich die zahlreichen Fremden, die an ſein Geſchäft oder an ſeine Familie
empfohlen waren, und was von hervorragenden Männern,
von künſtleriſchen Größen die Stadt berührte, fand ſich beſtimmt in ſeinem gaſtfreien Hauſe zuſammen, angezo⸗ gen und unterhalten durch den hochgebildeten, erfahrenen, geiſtvollen Mann, entzückt durch die liebenswürdige Frau, welche auch jetzt dem Rufe, deſſen ſie als Künſtlerin ge⸗ noſſen, Ehre machte und gelegentlich ihre Hörer durch


