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hörer innen lauſchen ließen, athemlos, wie verzaubert. Was war das? Wurden plötzlich Erinnerungen wach an eine längſt verſunkene und vergeſſene goldene Ju⸗ gend— war er dennoch einmal wirklich jung geweſen?
Oder regte ſich erſt jetzt, zum erſten Male, das warme,
volle Leben in ihm? Nang ſich erſt jetzt ſeine Seele frei und ſtrebte hinauf über all den ſchweren, ſchweren Erdenſtaub?
Bei ſeiner Tochter regte dies Leben ſich wirklich und brach mit wunderbarem Glanz durch all die dunkeln Hüllen, ſtieg mit zauberhafter Friſche aus all den Feſ⸗ ſeln und Schranken des bisherigen engen Daſeins her⸗ vor, umkleidete ſie mit immer ſüßerem Liebreiz. Wer das junge Weſen vordem geſehen und ſeinen Tönen ge⸗ lauſcht hatte und es jetzt, nachdem es ein halbes Jahr lang den Unterricht, den Umgang, die Liebe der vor⸗ trefflichen Frau genoſſen, von neuem ſah, ihm von neuem lauſchte, der mochte weder das holdſelige Men⸗
ſchenkind noch ſeinen zauberhaften Geſang als die gleichen
wiedererkennen. Die Veränderung war eine ganz un⸗ beſchreibliche. Die Augen begannen ſich zu erheben und täglich heiterer und inniger, voll leiſe, leiſe aufkeimenden Verſtändniſſes, voll ſüßen, gläubigen Vertrauens auf die Menſchen, in die Welt, in das Leben zu ſchauen. Die träumeriſchen Züge ſchloſſen ſich auf, wie eine Knospe
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