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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Mein Mann ſagte geſtern Abend, es fehle ihr noch

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Kurz, die Form, wenn ich das Ding ſo heißen ſoll, gebe ich ihr, den Inhalt muß ſie ſelber finden, und ob ſie den findet

Da ſind wir, unterbrach ihn die Commerzienräthin.

die Seele. Ich ſage, die Seele iſt nur noch nicht frei, ſondern ringt ſich ſchwer und unklar empor. Das meinen Sie doch mit Ihrer Form und Ihrem Inhalt, Meiſter?

So iſt's, verſetzte er wieder mit jenem träumenden Ausdruck.Die Seele ja, die Seele! Aber die kann eben nur der Menſch ſelber frei machen, oder das Leben thut's für ihn und an ihm.

So denke ich nicht, ſagte ſie ſehr ernſt.Lehre und Beiſpiel, vor allem aber die Liebe eines warmen und treuen Herzens kann einer ſolchen jungen Seele in ihrem Ringen zu Hülfe kommen und ſie ſich milder entfalten laſſen, als wenn die Erfahrungen und Schmerzen des Lebens dies Amt allein übernehmen müſſen. Ver⸗ trauen Sie mir Ihr Kind an, Meiſter, ſchloß ſie und ergriff ſeine Hand und ſchaute ihm hell in die Augen. Laſſen Sie mich verſuchen, da anzuknüpfen, wo Sie aufhören müſſen, und ihm die heitern und hellen Regi⸗ onen unſerer Kunſt zu erſchließen, welche ja Sie ſelbſt ihm nicht verſagen. Dies Talent darf nicht zu kurz