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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ſondern meine tiefſte Ueberzeugung, mein beſtes Fühlen

und Verſtehen. Und darum komme ich und frage offen und ehrlich: wie denken Sie über die Zukunft Ihrer Tochter und dieſer wundervollen Stimme?

Er ſah ſie eine ganze Weile ſchweigend, mit dem tiefen und träumeriſchen Blick an, der ſeinem Auge ſo ganz eigenthümlich war.Wie ſoll ich darüber denken, Frau Commerzienräthin? ſprach er endlich.Ich greife der Zukunft nicht gern vor, ſie vollzieht ſich zu⸗ letzt doch ohne unſer Zuthun. Ich will es nicht leugnen, daß die Stimme bei der paſſenden Ausbildung in der Welt das machen könnte, was man Effect heißt; aber könnten Sie meinem Kinde dazu rathen, daß es aufs Theater ginge und Carrière machte?

Die Dame ſchüttelte den Kopf.Sie ſagen ſelber, Meiſter, daß Sie der Zukunft nicht vorgreifen mögen, verſetzte ſie ernſt.Ich frage entgegen: wollen Sie Ihrem Kinde die Zukunft verſchließen, indem Sie ihm die Ausbildung verſagen oder entziehen, welche nicht blos das ihm anvertraute Pfand verlangt, ſondern die es Ihrer Tochter auch erlaubt, dereinſt gerade den Weg zu betreten und zu verfolgen, auf den ſie ſich gedrängt findet oder fühlt? Ich ſage es Ihnen, es wäre eine unverzeihliche, furchtbare Sünde, wollten Sie dieſe

wunderbare, außerordentliche Gottesgabe nicht in jeder 2*¾