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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ſchmiegte und deren Augen wie verzaubert an den beiden hellen Fenſtern hingen.

Der Geſang ging weiter und zu Ende. Das Klavier trat wieder ein, aber nur in abgeriſſenen Sätzen, als wiſſe der Spieler noch nicht recht, was nun, oder ſei mit ſeinen Gedanken weit entfernt von der Gegenwart und ſeiner Umgebung. Mit einem Mal aber gewann das Spiel wieder Charakter, ernſte, gewaltige Tonwellen zogen heran, und plötzlich ſetzte die Stimme wieder ein mit einem anfangs leiſe zitternden, aber ſchnell anſchwel⸗ lenden gewaltigen Ton.Das iſt Bach, flüſterte die Dame.Den hab' ich zu hören gehofft, für dieſe Stimme hat er geſetzt!

Der Pſalm ging wiederum zu Ende, der Geſang verklang, und nach einigen Schlußgriffen ſchwieg auch das Klavier. Gleich darauf wurde das Licht fortgenom⸗ men, bewegte ſich an den beiden andern Fenſtern des Hauſes vorüber und verſchwand.

In der That, ſagte der Begleiter der Dame, indem ſie langſam weiter gingen,das iſt eine Stimme, wie ich ſie ſelten oder nie in ſolcher friſchen Schönheit gehört habe. Aber es fehlt ihr noch der volle, wahre Ausdruck, die Seele, und wenn ſie die einmal gefunden hat

Nixen und Sirenen haben keine Seele das