Junge, Du ſchienſt mir zu weich und feig zu einem
frechten Buſchbauern— es braucht Männer da!— und
von einem Ehemann warſt Du in meinen Augen weit ab. Nun, es iſt gut, daß es anders iſt!— Ich hab' auch ſonſt noch gegen die Gertrud gehabt, daß ſie„am Born“ nichts Rechtes gelernt— wie wollte die auf dem gro⸗ ßen Hof haushalten!— Aber das iſt auch nichts— ſie weiß Beſcheid, merkt' ich. Und Geld braucht ſie nicht
mehr— nun thut's der Buſchhof ſchon allein.“
„Er thut's auch, daß der da—“ und Rolof zeigte
uf Hans, der ſeinem ausdrücklichen Wunſch gemäß in's
Zimmer gerufen war und beſcheiden neben der Thür ſaß— „ſein Recht erhält, und Du mußt mir verſprechen, Det⸗ lof, daß Du als ein Bruder gegen ihn ſein willſt. Er iſt der Sohn meines todten Bruders Arnold— er iſt nun faſt fünfundzwanzig Jahr' auf dem Hof und iſt immer ein braver Menſch geweſen. In meinen Augen iſt das die Hauptſach', auf die Geburt kommt es weiter nicht an; und wenn er ſich mit der Regine zuſammen⸗ findet, ſoll's mir recht ſein. Mögen ſie mit einander hau⸗ ſen, wie's und wo's ihnen recht iſt.— Das mußte ich euch noch ſagen. Nun bin ich mit euch fertig.“
Er hatte das Bisherige in langen Pauſen geredet und ſeine Stimme war nach und nach immer ſchwächer 4


