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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Kindern ſtand ſie, ſo lange dieſelben lebten, in einem ziemlich kühlen Verhältniß, den Nachbarn war ſie nie⸗ mals näher gekommen; der Gatte, der einzige, dem ſie ſich angeſchloſſen, war nicht da, und der Förſter mit ſeiner Tochter ihr entfremdet. Sie ging ſtill ihren Ge⸗ ſchäften nach, und es bedurfte mehrerer Tage und der ganzen Munterkeit des heitern Förſterkindes, um ſie end⸗ lich die alte ruhige, feſte Haltung einigermaßen wieder gewinnen zu laſſen und ſie wenigſtens hin und wieder aus ihrer ſtarren Schweigſamkeit und oft herben Kürze her⸗ vorzulocken.. Gertrud war überhaupt— wenn wir dieſen Aus⸗ druck in ſolchen Verhältniſſen anwenden dürfen— das einzige belebende und erheiternde Prinzip im Hauſe, da auch Regine, die wir ſchon als nicht lebhaft kennen ge⸗ lernt, in dieſer Zeit noch ſtiller und gedrückter war als gewöhnlich. Es hatte ſich in dem Mädchen ſeit ihrer früheſten Jugendzeit eine eigene Neigung zu dem Knecht des Hauſes, der uns unter dem Namen Hans bekannt wurde, herausgebildet und war von Jahr zu Jahr im ruhigen, ſtetigen Fortſchreiten geblieben; denn von Hef⸗ tigkeit und Ungeduld war in dem Charakter des Mäd⸗ chens ſo gut wie nichts vorhanden. Erſt in der neuern Zeit, ſeit der Bruder ihr von ſeiner Verbindung mit Gertrud berichtet, und ſeit ſie mit allmälig gewonnener

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