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hier blutige Köpfe ſetzen. In St. ſteht ja, wie ich höre, noch grauſam viel Volk, das ſich wohl wehren wird? Da kann's denn hier rings herum auch noch los gehen, bei euch und bei uns! Wann das wohl einmal enden wird! Ich weiß ſchier die Zeit nicht mehr, daß rechte Ruhe bei uns war.“
Der Bauer ſchaute gleichmüthig vor ſich hin und ſetzte ohne inne zu halten ſeinen Weg fort, bis er nach einer Weile bemerkte:„Na, ſo mag's denn auch ſo kommen. Mir kann es übrigens recht ſein, denn— lieben thu' ich die Wälſchen und ihr Regiment nicht, wenn wir in Stepnitz ſonſt auch wenig von ihnen zu wiſſen kriegen.“
„Ja, ihr habt es gut, ihr ſeid hier ja franzöſiſch!“ meinte der Müller, indem er des Andern Geſicht mit ei⸗ nem flüchtigen Blick ſtreichte.„Ihr werdet geſchont und ſteht auch mit den Herren Wälſchen gut. Aber wenn Du, wie wir drüben, ſeit ſieben Jahren aller Herren Völker auszufüttern gehabt hätteſt, da würdeſt Du nicht ſo gleich⸗ göltig reden!“
„Das weiß ich nicht. Was man geben muß, muß man geben; da hilft kein Sperren. Wir wiſſen aber wenig von hnen, ſagt' ich ſchon. Es geht keine Straße vorbei, und vor dem Buſch hüten ſie ſich. Sie wiſſen, daß es darin iicht geheuer, und daß bei uns nichts mehr zu holen, als waz wir von ſelber geben. Gewalt und Liebe gelten bei uns nichts.“


