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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Du nimmſt es kaltblütig, ſagte der Müller mit einem neuen ſpürenden Blick auf das ſtarre Geſicht ſeines Begleiters;wenn Du den Hof aber einmal voll Ein⸗ quartierung hätteſt, würdeſt Du anders pfeifen.

Schwerlich! Was recht iſt, würd' ich von ſelber ge⸗ ben; im Uebrigen würde ich ſchon noch Herr bleiben.

Und wenn ſie Alles ruiniren und zerſchlagen, das Geld nehmen und das Vieh forttreiben? Man hat Alles ſchon erlebt! Ich haſſe dieſe Wälſchen! Und doch, wenn

wir da drüben es hätten, wie ihr hier, wollt' ich auch zufrie⸗ den ſein. Man lebt ruhig, wenn ſie Einem freundlich ſind. Sie ſind die Herren der Welt, und dagegen kommtnichts auf.

Hm! machte der Bauer ein wenig ſpöttiſch und fuhr erſt nach einer Weile fort:Ihre Zeit wird ſchon kommen und die unſ're auch, mein ich. Mir könnt' es egal ſein; allein ich habe doch lieber einen Herrn, der meine Sprache ſpricht und mich in meiner Weiſe verſteht.

Der Müller blieb ſtehen und ſah ſich um, bevor er, viel leiſer als bisher, ſagte:Ja ja, ſchon recht! Und über⸗ dies munkelt es ja davon, daß es hier bei euch ſich rührt und daß man daran denkt, mit den Ruſſen gemeinſcggaft⸗ liche Sache zu machen. Was ſagſt Du davon?

Ich Nichts. Und fortſchreitend ſetzte er benſo gleichgültig hinzu:Komm' Du nur! Der Weg ſt noch weit. 3