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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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mehr als einmal an eine Vertauſchung oder Veräußerung derſelben gedacht. Rolof dagegen ſchlug jetzt die Güter, die er in der eigentlichen Ackerflur des Dorfs beſaß, an einen Verwandten los, der ihm von jeher einzig be⸗ freundet geblieben und nun aus dem Nachbardorfe her⸗ überzog; er erwarb zu ſeinem Waldlande noch einige weitere Striche des damals faſt werthloſen, bisher nie⸗ mals kultivirten Bodens und des angrenzenden, ebenſo gering geachteten Forſtes und baute in dem auf ſeinem Gebiet gelegenenBurgring den neuen Hof wie eine kleine Feſtung und auf das ſtattlichſte auf. Vom Dorfe wollte er nichts mehr wiſſen.

Seit ſein Weib todt und das ganze Dorf durch den Brand verarmt war, hatten die Nachbarn ſich ihm wieder genähert es bleibt unbeſtimmt, aus welchem Grunde; ob es nun geſchah, weil der Hauptanſtoß die fremde Frau aus dem Wege war und man von dem rüſti⸗ gen Mann eine neue Heirath erwartete, oder weil man ihn für reich genug hielt, dem ganzen Dorf unter die Arme zu greifen, oder endlich, weil man ſeine Verbindung mit dem Amt und anderen Behörden theils fürchtete, theils auszunutzen gedachte. Daß er beim Amte aber in Geltung ſtand, war ſichtbar genug geworden, da er nicht nur ſeine Güter aus den Beſitzungen der Krone ver⸗ mehren, ſondern auch ſeine Behauſung dort aufſchlagen