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wie gar nicht gelitten hatten, ſondern ſtets und faſt
gänzlich unbeläſtigt geblieben— übernahm der junge Bauer Rolof Werdenhagen den väterlichen Hof im Dorfe Stepnitz. Abweichend von der altherkömmlichen Sitte ſeiner Nachbarn, war er vordem nach einem Streit mit dem Vater„in's Land“ gegangen und ein Paar Jahre draußen— man wußte nicht, wo— geblieben, hatte ſich dort— man wußte wieder nicht, auf welche Weiſe— große Reichthümer erworben und war nach dem Tode des Vaters plötzlich wieder da, um ſeinen Beſitz anzu⸗ treten,— etwas, das ihm nur gelang, weil er der ein⸗ zige Sohn war.
Sein Vater hatte ihm jenen Streit und ſein un⸗ gebührliches Davonlaufen nie verziehen und eben ſo wenig ward das letztere von ſeinen Nachbarn vergeben. Man betrachtete ihn faſt wie einen Fremden und wehrte ſich, wenn auch vergeblich, auf alle Weiſe gegen ſeine Niederlaſſung im Dorf. Man hätte ſeinetwegen faſt vom alten Herkommen abweichen und das Erbe ſeiner Schwe⸗ ſter zugeſtehen mögen; und als es gar verlautete, daß er auch ſeine Frau nicht in der Heimat wählen, ſondern aus der Ferne holen wolle, war, wie man zu reden pflegt, dem Faß vollends der Boden eingeſchlagen, und die Feindſchaft, der bittere Haß der Nachbarn, ſeiner eigenen Familie, zeigte ſich im ſchärfſten Licht. Der Prediger ſogar nahm Partei gegen ihn und ſchalt ſein Abweichen


