Druckschrift 
Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

ſelten ein ſchmaler ſchattiger Weg von der größeren Straße hineinführt.

Ihr ſeid ſchon eine gute Strecke im Schatten der Bäume geweſen, und neben der Landſtraße zeigt ſich be⸗ reits ein Terrain, welches, abfallend und feucht, ſtatt der Eichen und Buchen mit Weiden und Elſen bewachſen, die Nähe der Wieſen und Moorflächen der Ina verräth da öffnet ſich links in den Wald hinein ein nicht breiter, bedenklich ausſehender Weg, mit tief ausgefahrenen Ge⸗ leiſen, in denen ſelbſt zur hohen Sommerzeit noch zuwei⸗ len Lachen eines trüben oder ſchwarzen Waſſers zu finden ſind. Am Eingange dieſes Pfades liegt ein mächtiger Stein und daran lehnt ſich ein vermorſchter Wegweiſer mit den Landesfarben und der lakoniſchen Bezeichnung: Stepnitz. Da müßt ihr hinein, und wenn Glück und Wetter euch hold iſt, mögt ihr nach ein paar Stunden den Wald ſich vor euch öffnen ſehen, kleine Aecker und große Wieſen, eine Kirche und längs der ſchmutzigen Straße ein Dorf erblicken ebenStepnitz, das Kirchdorf der In⸗Bauern. Habt ihr dagegen, wie man zu ſagen pflegt, Pech, waren die Tage vor eurem Aus⸗ fluge regneriſch, wähltet ihr zu eurem Fortkommen nicht eure eigenen, Füße oder die eines Pferdes, ſondern einen der in den Städten und auf guten Straßen gebräuchlichen Wagen, ſo kann es ſich auch gar wohl ereignen, daß ihr