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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Morgens in der Frühe die Stadt verlaſſen habt und Abends in der Dunkelheit doch noch nicht in dem ge⸗ nannten Dorfe ſeid, ſondern zur Abkühlung eurer Un⸗ geduld mitten im Waldwege ſteckt. Es iſt dort zu Lande ein eigen Ding mit den Straßen, und mit Kutſchen oder Chaiſen und dergleichen Fuhrwerken fährt man auf ihnen vernünftigerweiſe nicht. Denn im günſtigen Fall kommt man mit ihnen unendlich langſam vorwärts; im ungünſtigen aber muß man vielleicht ein Paar Stunden zu Fuß gehen, um vom nächſten Dorf Hülfe und Vor⸗ ſpann zu holen. Das iſt nicht anders.

Nun alſo, ihr habt jetzt aber das Dorf und die Zeile der an der Straße liegenden, von ihren Garten⸗ bäumen umgebenen Häuſerchen und der großen, zurück⸗

tretenden Bauernhöfe erreicht und trotz aller Hinderniſſe durchmeſſen. Am Eingang und Ausgang ſind Schlag⸗ bäume, die ihr euch öffnen laſſen müßt; die Straße drinnen iſt noch halsbrechender als ſie draußen war, da

es hier vor Zeiten einen Damm gegeben hat, der aber inzwiſchen das Schickſal aller einzelnen Steine theilte er ging langſam und behaglich in den ſchweren ſchwarzen Boden hinein und wird nach einiger Zeit ſpurlos ver⸗ ſchwunden ſein. Ihr ſeid aber, wie geſagt, glücklich wie⸗ der hinaus. Hinter euch liegt das Dorf, vor euch viel⸗ leicht eine halbe Stunde weit ein einzelner großer Hof;

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