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wohnen. Sie hauſen in drei nicht weit von einander ge⸗ legenen Dörfern, und bilden eine Gemeinde von etwa ſechshundert Seelen. In dem einen Dorfe ſteht Kirche und Pfarrwohnung, und es gehört zu den Eigenthümlich⸗ keiten dieſes Völkchens, daß es ſeit wenigſtens zweihundert Jahren alle ſeine Prediger nur aus zwei Familien erhielt. Die eine ſtarb in den ſiebziger Jahren des vorigen Jahr⸗ hunderts aus, ſeitdem folgte die andere in alter Weiſe, der Sohn auf den Vater, und das einzige Mal, wo mit Ausnahme jener Markttage eine größere Anzahl der In⸗Bauern in der Hauptſtadt des Kreiſes neuerdings geſehen wurde, und der Behörde mit einer Forderung nahte, war, als vor einigen Jahren das Conſiſtorium nach dem Tode des alten Predigers die Stelle nicht dem noch ziemlich jungen Sohne deſſelben, ſondern einem andern Kandidaten zuwenden wollte. Wie es den Bauern gelang, dieſen Eingriff in das Herkommen abzuwenden, wiſſen wir nicht. Es gelang ihnen aber und ſie haben ihren heutigen Pfarrer noch mit demſelben Namen zu nennen, den ihre Großeltern bereits ausſprachen. Und wie ſchon bemerkt, ſie hängen an dem, was vor Alters geweſen. Sie heirathen noch heutigen Tags nur unter einander, ſie nehmen ihre Knechte und, Mägde nur aus den Eingeborenen ihrer Dörfer und ſie handeln nur mit den Händlern und Krä⸗ mern, mit deren Vätern ihre Eltern gehandelt.


