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Zeit zu Zeit ſeine Steuern bezahlen, ſo hätte man außer⸗ dem draußen gar nichts zu thun. Die geringen Bedürf⸗ niſſe an Geräth oder Kleidung, denen man nicht ſelber abhelfen oder mit denen man nicht bis zum Markt warten kann, werden von Händler⸗ und Krämer⸗Geſchlechtern befriedigt, welche, der Sohn nach dem Vater, dieſe Land⸗ ſtriche ſeit unvordenklichen Zeiten durchziehen, indem einige das Nothwendige bringen, andere den Ueberfluß an Ge⸗ treide und Vieh mit fortnehmen. Wenn man die paar Grenz⸗ und Forſtbeamten abrechnet, die in der Umgegend ihre Reviere und Stationen haben, ſieht man hier Jahre⸗ lang nichts vom Staat, dem man angehört; denn nur die Genannten finden, was ſie und die Behörden intereſſiren kann. Nur für ſie paſſirt zuweilen etwas; andere Diener des Staates und der Gerechtigkeit finden hier niemals etwas zu thun. Verbrechen kommen anſcheinend niemals vor, wenigſtens erfährt, außer der Familie oder höchſtens dem Prediger, nie ein Menſch davon und am allerwenig⸗ ſten die betreffende Behörde. Und ſomit bleiben dieſe Menſchen unbeläſtigt in ihrer ſtillen, häufig kaum zugäng⸗ lichen Einſamkeit; ſie wollen nichts von der Außenwelt und dieſe begehrt nicht nach ihnen. Sie haben nichts für einander.
Das ſind die Ina⸗ oder vielmehr In⸗Bauern, wie man ſie nach dem Fluße zu nennen pflegt, dem ſie zunächſt
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