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Sie ließ nichts vernehmen als einen verächtlichen leiſen Laut und wandte ſich von ihm ab.
„Wohlan,“ ſagte da der Baron, der bisher das Paar finſter beobachtet,„Sie ſehen Merlin, die Freund⸗ lichkeit iſt bei ihr nichts als Verſchwendung. So will ich denn als Familienhaupt reden. Du fragſt nach Beweiſen für Euren fortgeſetzten Verkehr,“ redete er weiter.„Du ſollſt ſie haben.— Wer war die Dame, welche drei Jahre auf einander mehrere Wochen lang einſam und geheim⸗ nißvoll mit einem Herrn in dem Jagdſchloſſe Parnitz lebte, zu Zeiten aber ſo ſentimal⸗zärtliche Spaziergänge in den Waldungen und über die Grenzen hinaus riskirte, daß ſie und ihr Begleiter beobachtet und erkannt werden mußten? Wer war die Dame, Hildegard, wer war der
Mann, die ſo lebten, während ihre Angehörigen den Ei⸗
nen und die Andere auf weiten Reiſen wähnten? Rede nicht, Deine Rede wäre Lüge!“ fuhr er immer drohender fort;„ich ſehe Dein Zugeſtändniß an Deinen bleichen zitternden Lippen!— Und willſt Du wiſſen, von wem ich das weiß— denn ich, danke es Deinem Gott, habe Dich nicht ſo geſehen!— frage Deinen Onkel, meinen alten ehrlichen Bruder, wie er Euch geſehen hat, das erſte Jahr, das zweite, das dritte!“
Sie ſtand wie vernichtet. Erſt nach einer Pauſe ſtammelte ſie mühſam:„ich leugne es!“ „So leugne auch,“ redete er tief gedämpft— er


