Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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kommen? Habe ich in Deinen Augen nicht genug gebüßt, daß ich damals im Leichtſinn auch Deine äußere Stel⸗ lung ruinirte und

Sie warf den Kopf auf und ſchaute ihn verächtlich an.Sie irren, mein Herr, ſagte ſie eiskalt;zwiſchen Ihnen und mir gibt es keine Vereinigung, und in mir kein Vergeſſen. Es iſt Ihre Sache, mich nicht an das Damals noch ausdrücklich zu erinnern. Ich habe noch heut kein anderes Wort für Sie als das von jenem letzten Abend.

Er ſchüttelte leiſe den Kopf.Hildegard, ich bitte Dich, laß Dich nicht durch den alten Zorn verblenden, der durch die lange, lange Buße ſchon längſt beſchwichtigt ſein muß! ſprach er wieder im früheren Tone.Laß Dich nicht verblenden durch ihn gegen Dein eigenes war⸗ mes und edles Gefühl, gegen Deine beſſere Einſicht.

Sie ſagte nichts, aber die ablehnende, raſche Be⸗ wegung ihrer erhobenen Hand ſprach ſo deutlich wie der finſtere, noch immer verächtliche Blick von dem, was ſich in ihrem Innern regte.

Er ließ ſich dadurch jedoch nicht ſtören. Haſt Du in der ganzen langen Zeit nicht ein einzigmal Deine Ver⸗ einigung mit mir in der Liebe zu unſerem Kinde empfun⸗ den? Haſt Du nicht einmal Dich bewegt gefühlt in dem Gedanken, wie furchtbar ich mich ſelbſt ſtrafte durch die Trennung von dieſem unmenſchlich geliebten Kinde?