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dem die Absberg nicht unterworfen ſein ſollen, heute und hier nicht gegen mich in Anwendung bringen wollen.“
„Du irrſt, nicht Merlin, nicht ich zwingen Dich, ſon⸗ dern das Geſetz,“ erwiderte der Baron ſtark und mit ge⸗ falteter Stirn.„Dieſer Mann, der Oberſt, Freiherr von Merlin, Dein rechtmäßiger Gatte beanſprucht das, was ſein Recht iſt, eine Unterredung mit ſeiner von ihm ſeit Jahren getrennten, aber nicht geſchiedenen Gattin über die Zukunft ſeines Kindes. Und ich, Dein Vater, befehle Dir als Vater und als Haupt der Familie, daß Du ihn anhörſt.“— Er drehte den Schlüſſel im Thürſchloß um, ließ ihn jedoch ſtecken, wandte ſich dann zurück, und nach⸗ dem er im Vorbeigehen zu Merlin geſagt:„ich laſſe Sie allein, verſuchen Sie's!“ zog er ſich ins Kabinet zurück, deſſen Thür er halb geöffnet ließ.—
Hildegard ſtand wieder am Tiſch, auf den ſie die Rechte geſtützt hatte; ihr Geſicht war bleich und kalt, die Lippen feſt geſchloſſen, ihre ganze Geſtalt unbeweglich. Merlin ſtand ihr nahe gegenüber, die Arme gekreuzt, die Figur leicht gebeugt, die tiefliegenden blauen Augen mit einem faſt wehmüthigen Blick auf die feindſelige Frau ge⸗ richtet. Sie erwiderte aber dieſen Blick nicht, ſondern ſchaute ſtarr und düſter vor ſich hin.— Es war eine lange, tiefe Stille im Zimmer..
„Hildegard,“ redete er endlich im mildeſten Tone, „iſt es gar nicht möglich, daß wir einander wieder näher


