Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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rechts Abreiſe, nicht während Ehrenſtein’s Anweſenheit,

ſondern nach ſeiner Rückkehr von den Kommiſſionsſitzun⸗

gen in E. und noch obendrein erſt dann, als ſie ſelber ihm durch eine Bemerkung über des frühern Gaſtes zweideu⸗ tige Stellung dazu Gelegenheit gegeben hatte, mit kaltem Ernſt vorlegte. Schon dieſe Weiſe verletzte die Baronin tief und nahm ſie noch mehr gegen den Fremdling ein. Sie mußte daraus wieder erkennen, wie fern ſie dem Vater ſtand, der ihr, welche doch zunächſt durch dieſe Entdeckun⸗ gen intereſſirt war, dieſelben wie es ſchien zu allerletzt mit⸗ theilte. Und nun erſt, wie er dies gethan, was er dabei geſagt!

Sie waren— Hildegard wußte nicht mehr, wie das gekommen— in ſeinem Zimmer geweſen, und auf ihre Bemerkung über Ruprecht hatte er ſich nach einem langen feſten Blick von ihr ab und zu ſeinem Schreibtiſch gewen⸗ det, die Papiere herausgelangt und ihr mit einem kurzen: „lies— Du haſt Unglück, mein Kind!“ hingereicht. Dann hatte er ſich, während ſie las, ans Fenſter geſtellt, und erſt als ſie nach Beendigung der Lecture aufſtand, und, ihre Beſtürzung verbergend, bitter ſagte:„das iſt zugleich Märchen und Intrigue, wie—“— hatte er ſich langſam wieder ihr zugekehrt und ihr ins Wort fallend, entgegnet: „wie es Dir erſcheint, darauf kommt es nicht an, mein Kind. Wir wiſſen ſchon, was zu thun. Ich wollte Dir nur zeigen, daß Du mit Deinem Wiſſen hinter dem un⸗