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ſeren etwas zurückgeblieben biſt.“ Und eiskalt und den⸗ noch mit ſo vernichtendem Spott, daß Hildegard noch jetzt, wenn ſie daran dachte, jedesmal aufs neue vor Zorn und Scham erbleichte, hatte er hinzugefügt:„Mamſell Henriette ſcheint auch nicht allwiſſend zu ſein, mein Kind, oder war ihr mein Zimmer nur nicht ſo zugänglich, wie — andere Räume?“
Die Baronin hatte damals keine Erwiderung ver⸗ ſucht, ſondern ſich alsbald zurückgezogen, und von dem Augenblick an war, in ihrer Gegenwart wenigſtens, nie⸗ mals wieder von dieſen Dingen geredet worden. Sie wußte aber— freilich nur durch Mittheilungen der Kam⸗ merjungfer— daß die Ihren den Maler keineswegs ver⸗ geſſen hatten, ſondern ſich viel mit ihm beſchäftigten, ohne daß ſie Näheres erfahren konnte; denn der, ſonſt ziemlich zugängliche und ſehr offene Oheim wich ihr bei einem Ver⸗ ſuch, mit ihm ein Geſpräch anzuknüpfen, ſichtbar aus und hatte ſich ſelbſt durch abſichtlich hingeworfene ſcharfe und bittere Bemerkungen nicht zu einer unumwundenen Ent⸗ gegnung reizen laſſen, zuletzt ſogar ungewöhnlich barſch geſagt:„kümmere Dich um Deinen Kram, Hilda, und laß mich und den Münch zufrieden. Weiß nicht, in wel⸗ chem Sattel er ſich ſetzen wird. Sitzt er aber einmal— Du hebſt ihn nicht heraus.“
Es bedarf wohl nicht erſt einer beſonderen Ausfüh⸗ rung, um es den Leſern klar zu machen, daß Hildegards 25


