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auf ſolche Weiſe vermitteltes Einverſtändniß der beiden jungen Leute, ſo war ſchon dies allein hinreichend, die Dame aufs äußerſte zu verſtimmen und mit neuer Bitter⸗ keit zu erfüllen.
Allein auch hierüber redete Diana zur Mutter nicht, und als dieſe bald nach Ruprechts Abreiſe das Mädchen einmal in ihrer ſcharfen und höhniſchen Weiſe darüber zur Rede geſtellt, hatte ſie endlich nur die ebenſo ſcharfe Antwort erhalten:„ja Mutter, ich weiß, daß Herr Münch mein Bild für meinen Vater gemalt und hauptſächlich deswegen bei uns Eingang geſucht hat. Die Weiſe hat mir nicht ganz gefallen, aber nur deswegen, weil mein Vater doch wohl ein Recht hatte, das Bild ſeines Kin⸗ des zu fordern. Ich wenigſtens gab und gebe es ihm mit tauſend Freuden und habe ihm auch das ſelber aus⸗ geſprochen.“
Das Mädchen war überhaupt in ſeinem ganzen We⸗ ſen, im Sprechen und Thun feſter und entſchiedener ge⸗ worden und zwar nicht gegen die Mutter allein, ſondern auch, wie dieſe beobachtet haben wollte, gegen Großvater und Onkel und Jedermann. Hildegard ſann und rech⸗ nete nun, ſeit wann und wodurch dieſe Veränderung ent⸗ ſtanden ſei.
Der härteſte Schlag aber, den die ſtolze Frau em⸗ pfangen hatte, war die Mittheilung der beiden Briefe geweſen, welche ihr der Vater nicht ſogleich nach Rup⸗
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1861. 9. Der große Baron. II.


