Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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den Briefen von ihm und Ehrenſtein, die den jungen Mann dem Hauſe des großen Barons, in menſchlichem Sinne wenigſtens, plötzlich ſo nahe geſtellt und ihn— ſo wünſchte und wollte es Hildegard— grade für immer von demſelben entfernen ſollten.

Hildegards Stellung hatte ſich in der letzten Zeit mehr als je verſchlechtert; mit dem Vater traf ſie, wenn er in der Abtei verweilte, nur noch Mittags und Abends beim Speiſen zuſammen, wo beide überdies gewöhnlich nur ſelten zur Unterhaltung mit einander kamen. Diana war der Mutter ganz fern getreten und hatte, wie es ſchien, ihr auch die letzten Reſte ihres Vertrauens entzo⸗ gen; auch ſie ſahen ſich wenig mehr und gelangten noch weniger zu eingehenderen Geſprächen, zu einem Zuſam⸗ menleben, wie es vor dem Auftreten des Malers doch zu Zeiten noch ſtattgefunden. Was zwiſchen dem Mädchen und Ruprecht vorgegangen, wußte ſie nicht; ja, ſie hatte nicht einmal in Erfahrung gebracht, ob überhaupt etwas vorgegangen war, wie ſie es heimlich fürchtete und es in jener Unterredung mit dem Fremdling am letzten Morgen unkluger Weiſe zu Worten werden ließ. Aber wäre es auch nur das geweſen, was ſie ja durch Ruprechts eigene Geſtändniſſe wußte,— Dianas Verbindung mit dem ver⸗ bannten Vater, des Malers oder Offiziers— Hildegard lächelte jedesmal verächtlich, wenn ſie in ihrem Gedanken⸗

gange hierauf kam— Freundſchaft mit demſelben und ein

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