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ſie um ſo ſtärker, je weniger Freunde ſich Hildegard von jeher zu machen verſtanden. Sie hatte weder eine Freun⸗ din, noch einen Freund, da ſie, die ſehr ſchöne Frau, ſelbſt die meiſten Männer durch ihren Hochmuth von ſich entfernt und mehr und minder verletzt hatte. Sie erfuhr von der⸗ artigen Anſchuldigungen freilich nichts oder verachtete ſie, und am wenigſten vermochten dieſelben ſie gegen den Gat⸗ ten milder zu ſtimmen. Guſtav Merlin hatte in ihrem Sinn ſich einer Absberg in jeder Weiſe unwerth erwieſen, und ſie war ſehr geneigt, ihm ſchon zum Verbrechen anzu⸗ rechnen, daß er dieſe Verbindung mit einem Vermögen ein⸗ gegangen war, welches erwieſenermaßen zu einem gezie⸗ menden, ſtandesmäßigen Leben nicht genügte. Was noch neben der Schuld beider Gatten den Ruin veranlaßt und beſchleunigt, wirkliche Unglücksfälle und ſchwere Jahre, berechnete ſie nicht.
Das Reſultat blieb für ſie das gleiche— ſie war ruinirt und beſchimpft auf die unerhörteſte Weiſe; der Gatte hatte ſich— ganz abgeſehen von dem, was ſie etwa auch innerlich getrennt haben mochte— als unwerth und unwürdig erwieſen und ein ferneres Zuſammenleben mit ihm ihr unmöglich gemacht. Selbſt daß er ſich freiwillig exilirt, dankte ſie ihm nicht,— ihrer Meinung nach wäre es gar nicht anders möglich geweſen— und wenn ſie den Bund, den ſeine Entfernung faktiſch getrennt, nicht wirk⸗
lich und vollſtändig löſte, ſo hing das mit ihrer und ihres
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