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Hildegard dagegen als— wie ſie annahm— vornehmſte Frau des Landes lebte und verſchwendete. Der erſtere folgte dabei allein ſeinen Neigungen und Einfällen, die andere hatte nur ihre Stellung und das, was dieſe erhei⸗ ſchen ſollte, im Auge. An den nervus rerum, an Geld und Gut, an den Stand und die Fähigkeit ihres Vermö⸗ gens, eine ſolche Lebensweiſe durchzuführen, dachte weder der Gatte noch die Gattin.
Man kann ſich daher denken, einen wie furchtbaren und unauslöſchlichen Eindruck die hereinbrechende Vernich⸗ tung ihrer äußeren Stellung auf ein Weſen wie Hildegard machen mußte. Daß eine Absberg in eine ſolche Lage kommen und auf ſolche Weiſe zum Gegenſtand des Ge⸗ ſprächs in Stadt und Land werden, zu hundert und aber hundert nichts weniger als freundlichen und theilnehmen⸗ den Bemerkungen Veranlaſſung geben könne, war etwas ſo Unglaubliches für die hochmüthige Frau, daß ſie an⸗ fänglich wie betäubt und ſchier vernichtet war. Daß ſie für das Handeln, für den Leichtſinn ihres Gatten nach einer Erklärung oder Entſchuldigung geſucht, daß ſie ihm gar Verzeihung gewährt hätte, das lag ihr ferner als ſern, es kam ihr dergleichen gar nicht in den Sinn, und ebenſo⸗ wenig, daß ſie ſelber einen großen Theil der Schuld tragen möge, durch welche das Unglück endlich herbeigeführt wurde.
Dieſe Schuld fand man jedoch überall in näheren und ferneren Kreiſen, und fand ſie um ſo eher und betonte


