Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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auf ſich ſelbſt angewieſen blieben; Diana, ihr erſtes und einziges Kind, wurde, wie wir erfahren haben, erſt nach ſechs Jahren geboren. Uiberhaupt hatte die Trauer um die Schweſter auf Hildegard mildernd nur in Bezug auf ihre eigenen Gefühle für, auf ihre perſönliche Stellung zu Guſtav Merlin gewirkt. Nach andern Seiten hin hatte ſie ſelbſt in dieſer Zeit keineswegs Nachſicht gezeigt und war nirgends von ihren Grundſätzen und Anſichten gewichen. Ihr Bruder wenigſtens, deſſen Leidenſchaft für die För⸗ ſterstochter gerade damals bekannt geworden war und bald darauf zur wirklichen Vereinigung mit derſelben führte, hatte in der Abtei keine erbittertere und unverſöhnlichere Gegnerin als die einzige Schweſter.

In ihre Ehe hatte niemand, ſelbſt die Mutter nicht, jemals hinein geblickt. Hildegard war zu ſtolz dazu, um dies zu geſtatten. Ihre Angehörigen ſpürten es aber aus gelegentlichen Anzeichen und auch aus dem Leben der Gat⸗ ten mit einander, daß es Stürme gegeben hatte oder noch gabund daß von einer wirklichen Zufriedenheit, von einer leidlichen Einträchtigkeit, ſo wohl ſich beide vor der Welt auch zu benehmen wußten, ſtets nur ſelten und zeitenweiſe die Rede war. Nur in einem Leben auf dem größten Fuß, in der Entfaltung eines anſcheinend unverſieglichen Reich⸗

thums zeigten ſich Beide gewiſſermaſſen übereinſtimmend,

doch freilich auch wieder mit dem unendlichen Unterſchied, daß Guſtav Merlin als luſtiger und leichtſinniger Cavalier,