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weniger ſichtbar wurde, zu keiner Zeit ihres Lebens aber gänzlich ſchwieg und bei keiner Gelegenheit, in keiner Lage von ihr ganz beſiegt wurde.„Denen von Absberg“ war niemand im Lande gleich, ihres Umgangs, ihrer Freund⸗ ſchaft eigentlich kein Menſch würdig, und hätte nicht der Wille der von Hildegard blind verehrten und für unfehl⸗ bar gehaltenen Mutter ihr den Neffen derſelben zum Gat⸗ ten beſtimmt; hätte nicht ihre wirkliche, gleichviel wodurch erregte Liebe zu dem Vetter für den Augenblick wenigſtens alle andern Gefühle des Mädchens übertäubt, ſo würde Guſtav Merlin noch weniger Ausſicht auf ihre Hand ge⸗ habt haben, als einer der andern altadeligen Cavaliere ihrer Heimat.
Was Hildegard erſtrebt haben würde, läßt ſich von ihr ſo wenig ſagen, wie von einem andern Menſchen, bei dem gleichfalls der angenommene Fall niemals eintrat. Vielleicht wäre ihr nur ein Fürſt gut genug geweſen, viel⸗ leicht auch der nicht einmal, und ſie wäre lieber als„alte Jungfer“ geſtorben.
Das einzige Weſen, das ſie wahrhaft und unbegränzt mit aller Kraft ihrer Natur und ihres Weſens geliebt, war ihre Schweſter Hedwig geweſen, und als ſie ſtarb, brach Hildegard auf Jahr und Tag ſörmlich zuſammen. Ihr Stolz und Hochmuth, ihr Trotz und Starrſinn, ihr Eigen⸗ wille und ihre Energie— alles verſchwand vor der Trauer um die Schweſter, während ihr Körper— und ſomit na⸗


