Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Was mir jetzt zu thun bleibt, kann in meinem Sinne nichts ſein, als mich offen auszuſprechen, wie ich es ge⸗ than, und abzureiſen. Ich ſcheide von Ihnen und Ih⸗ rem Hauſe mit einem tiefen Dankgefühl für all' die Gute, die mir erwieſen wurde. Begegnen kann ich Ihnen jetzt nicht mehr, Herr Baron; ich bin zu bewegt, zu erſchüttert, um ſchon den Ton treffen zu koͤnnen, der mich nach all' dieſem gegen Sie geziemen würde. Ueberdieß iſt meine ſchnelle Abreiſe auch durch die politiſchen Ereigniſſe ge⸗ boten. Mein Urlaub iſt natürlich nach dem, was ſich in Paris zugetragen, keine Minute mehr giltig.

Laſſen Sie mich hoffen, daß Sie Ihre Güte keinem Unwürdigen zugewendet zu haben glauben und Sich mei⸗ ner ohne Zürnen und Mißſtimmung erinnern.

In wahrer Ehrerbietung ergeben Kuprecht Münch.

Der Baron hatte es war noch vor dem Mittags⸗ eſſen dieſe beiden Briefe vor Kurzem erhalten, ſie ge⸗ leſen und ging nun, während ſie jetzt der inzwiſchen ſchon angelangte und im Zimmer gegenwärtige Bruder las, in dem geräumigen Gemache ſchweigend auf und ab. Seine hohe Stirn zeigte ſich bis zu den faſt weißen Haaren hin⸗ auf mit tiefen Querfalten bedeckt, und ſeine Augen ſchau⸗ ten mit großem Ernſt vor ſich hin, allein von einer zür⸗