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Ruprecht, falls Ihre Eltern ſtürben, ſobald Sie majorenn würden, von mir dies alles erfahren ſollten, damit wir dann gemeinſam prüfen und entſcheiden könnten, ob Sie der Familie Ihres Vaters auch ferner fremd bleiben, oder ob Sie einen Verſuch machen ſollten, ſich ihr zu nähern.
„Mein Plan war, zuerſt Sie kennen zu lernen und Ihre Anſicht zu hören, dann, falls Sie dafür, bei meinem diesmaligen Aufenthalt in der Abtei das Terrain zu ſon⸗ diren, was ich bisher umſomehr unterließ, da ich dasſelbe bereits von Altersher als ein ſchwieriges kannte und nicht die entfernteſte Ahnung habe, wie der Baron ſelbſt über eine Verbindung mit der etwa exiſtirenden Familie ſeines Sohnes denken möchte. Erſt ſeit kurzer Zeit weiß ich, daß er ernſtlich an die Zeit denkt, wo mit ſeinem Tode die großen Familiengüter in fremde Hände kommen müſſen. Darin und in ſeinen allerdings ſehr liberalen und vorur⸗
theilsfreien Anſichten über Adelsverhältniſſe glaube ich die einzige Ausſicht auf einen möglichen Erfolg unſerer Pläne ſuchen zu müſſen.
„Sie ſind nun ſelbſt dort geweſen, lieber Ruprecht; der Himmel mag wiſſen, wie das veranlaßt wurde. Wie ich Sie kenne, fürchte ich nicht, daß ein unlöbliches Motiv Sie dahin geführt! von Ihrer Abſtimmung können Sie, der ausdrücklichen Angabe Ihrer Eltern nach, bisher kaum das Richtige erfahren haben, es ſollte Ihnen wenigſtens nur durch mich bekannt werden. Daß Sie in der Abtei als Sohn
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