Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Vater das Legat eines Onkels ausbezahlt erhalten, ſah ſich dadurch ziemlich geſichert, und zog nun mit dem jun⸗ gen Weibe davon, um ſich eine neue Heimath zu gründen. Das gelang ihm droben in V. Er ſchrieb mir einigemale entzückt über ſeinen Aufenthaltsort und ſein Glück. Den Krieg von 1809 hat er mitgemacht und trat auch 1813 wieder ein. Bei einem der Februargefechte 1814 iſt er gefallen. Aber das werden Sie ſelbſt wiſſen.

Um jede Nachforſchung unmöglich zu machen, ver⸗ änderte er nicht nur ſeinen Namen, ſondern auch den Ge⸗ burtsnamen ſeiner Frau. Von den Seinen wollte er nichts mehr wiſſen, machte es mir vielmehr zur heiligſten Pflicht, gänzlich über ihn und ſein Ergehen zu ſchweigen, ja im Nothfall jede Kenntniß von ſeinem Verbleiben abzuleug⸗ nen. Ich war damals ſelbſt zu ſehr gegen ſeine Familie eingenommen, um ihm nicht nachzugeben. Eine Nachwir⸗ kung dieſer erſten Erbitterung war es auch, daß er 1806, ohne mein Wiſſen, eine Anzeige ſeines Todes in die Zei⸗ tungen rücken ließ. Er wollte jede Wiederanknüpfung un⸗ möglich machen.

Später, und als Sie, ſein Kind, heranwuchſen, hat er milder gedacht, ſich nach dem Vater, dem Onkel erkun⸗ digt. Des Schweigens entband er mich nicht ich bin freilich auch nur ein paarmal mit dem Onkel, dem Baron Hans Adam, auf dieſe traurige Geſchichte zu reden ge⸗ kommen aber er machte mit mir aus, daß Sie, lieber 1864. 8. Der große Baron. IJ. 12