Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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heftige Dame, hatte im gänzlichen Verkennen ſeiner Natur, ihr Kind zu einem Trotz und Starrſinn herange⸗ zogen, der daſſelbe ihr faſt feindlich gegenüber ſtellte. Der Baron, im Uebrigen ein Mann, wie ich ihn kaum gedie⸗ gener und ehrenwerther kenne, hatte in jenen Jahren, bei der Verwaltung ſeiner großen Beſitzungen und bei ſeiner Stellung im ritterſchaftlichen Collegium, leider ſehr wenig Zeit für ſeine Familie und kannte ſie eigentlich nur durch die Schilderungen und Darſtellungen ſeiner Gemahlin.

Da ſollte ich nun mein Heil verſuchen, und es ge⸗ lang mir in der That, die Verhältniſſe wenigſtens freund⸗ licher zu geſtalten und den Knaben ſeinen Eltern wieder zu nähern, um ſo mehr, da Ruprecht mir bald mit größter Liebe zugethan war. Hätte die Mutter auf meine leiſen, aber flehentlichen Bitten und Vorſtellungen, deren Ge⸗ gründetheit ſie nicht ableugnen konnte, da der Erfolg mei⸗ ner Methode ſo ſichtbar war, nur mehr geben, ſich ſelbſt ein wenig mäßigen und meiner Weiſe akkommodiren wol⸗ len, ſo wäre Alles noch beſſer gegangen. So aber brachte ſie durch ihre ich muß leider ſagen: durchaus verkehrte Weiſe ſtets wieder Rückfälle in den alten ſchlimmen und feindlichen Trotz hervor, die auf lange hinaus alle meine Bemühungen umſonſt machten.

Genug aber es wurde dennoch nach und nach beſſer, und als ich Ruprecht zur Univerſität und dann auf Reiſen begleitete, und noch mehr, als ich ihn ſpäter nach