Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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dieſe dem Künſtler theuer geworden. Mag ſie es doch glauben, Ruprecht! Iſt es nicht wahr? Und ich, o Rup⸗ recht, ſetzte ſie hinzu, während ſich ihre Angen jetzt wirk⸗ lich mit Thränen füllten,ich weiche nicht ſcheu vor dieſer Liebe zurück; ich verheimliche mir nicht, daß ſie nicht etwa eine Verirrung oder Täuſchung nein, daß ſie das Beſte und Schöͤnſte iſt, was ich bisher geſühlt, daß ſie alles in mir erfüllt und beherrſcht. Das alles iſt mir ſeit vorhin plötzlich, aber ſonnenhaft klar geworden. Es kommt nicht viel und nicht leicht in mir zum tiefen, inni⸗ gen Fühlen, ſchloß das wunderbare Kind.Ich gehe gewöhnlich gleichgültig und heiter durch das Leben die Meinen mögen es noch ganz anders heißen! aber wo mich etwas wirklich traf und erfaßte, da iſt's für's Leben. So war's mit meinem Vater, ſo iſt's mit Ihnen. Sind Sie nun zufrieden, Ruprecht? Sind Sie nun ru⸗ hig, ſicher und heiter, in und trotz aller Ferne?

Er erwiederte nichts, aber ſeine Arme legten ſich um ihre ſchlanke Geſtalt und zogen ſie feſt und immer feſter an ſeine Bruſt. Und ſeine Stirn lehnte auf der ihren, und ihre Augen ruhten in einander.

Nach einer Weile machte ſie ſich ſanft los und trat zurück ohne ihm jedoch die Hände zu entziehn, die feſt in den ſeinen lagen.Jetzt wollen wir ſcheiden, ſprach ſie dann;die Pflicht zieht Sie fort, wie ich nun einſehe, und nicht Ihr Wille, nicht Furcht oder Vorurtheil.