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„Habe ich doch noch Gewalt über Sie?“ fragte ſie nach einer kleinen Weile leiſe.
„Diana!“
„Ruprecht, was haben Sie? Sagen Sie mir doch ehrlich und offen, was geſchehn! Sprechen Sie mir das Recht ab, davon zu erfahren,— von dem, was Sie— noch heut Morgen gerade!— ſo jäh forttreibt?“
1„Laſſen Sie mich ſchweigen!“ bat er zum drittenmal
und auf's neue gepreßt, und nach einer augenblicklichen Pauſe fuhr er, mühſam ſich aufraffend fort:„Laſſen Sie uns ſcheiden, Fräulein. Es war ein flüchtiger aber wun⸗ dervoller Traum, den ich vorhin geträumtz er iſt aus, für immer aus, und da nicht Menſchen, ſondern Leben und Geſchick ihm ein Ende gemacht, kann ich niemand ankla⸗ gen.— Laſſen Sie uns ſcheiden. Was ich ſagen muß, ſoll ein Brief gegen Ihren Großvater ausſprechen, viel⸗ leicht heute noch, jedenfalls, ſobald ich ruhiger geworden. Er wird Ihnen das Nöthige ſagen. Sie werden dann hören, Diana, was zwiſchen uns ſeht. Bis dahin aber zweifeln Sie nicht an mir, Diana,“ ſetzte er hinzu.„Was Sie auch von mir hören mögen, wie ich Ihnen auch er⸗ ſcheinen mag— ich bin kein Unwürdiger!“
Die beiden jungen Menſchen ſtanden ſich eine ganze Weile lang ſchweigend gegenüber und ſchauten einander an, er befangen und niedergedrückt, ſie noch immer mit dem träumenden Ausdruck des Blicks.


