Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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ging die Treppe hinab in den Park hinaus und folgte den einſamſten Wegen.

Der Morgen war noch immer ſo ſchön und klar, und als er auf dem Plätzchen am Strande ſtand, das ihn gleich am erſten Tage ſeines Aufenthaltes ſo ſehr und ſo ſchön mit der hier ſich darbietenden wunderbaren Ausſicht über⸗ raſcht hatte, zeigte ſich Alles, in das er noch vor Kurzem vom Belvedere aus hinein geträumt, Himmel und See, ſo unverändert, daß es ihn mit ernſter Wehmuth ergriff. Was war in ihm ſelbſt alles vorgegangen in dem kurzen Raum dieſer beiden Stunden! Nichts in ihm war mehr auf demſelben Punkt, nichts mehr erſchien ihm, wie es ſonſt, wie es noch vorhin geweſen, als er mit ſeinem Skizzenbuch in der Frühe von der Abtei in den Park hin⸗ ausgegangen! So hatten die wenigen Stunden gewirkt! Und wer das einmal erlebt hat, die Schwäche und Veränderlichkeit des eigenen Innern und eigenen Weſens gegenüber der Stetigkeit und Unveränderlichkeit der Na⸗ tur, der wird dem jungen Manne nachfühlen, wie er⸗ greifend dieſer Contraſt auf ihn wirken mußte.

Ruprecht raffte ſich gewaltſam aus den Träumen und der Wehmuth auf das Leben war ſo jäh und hart an ihn herangetreten und ſchien ſeine vollſte, ernſteſte, munterſte Kraft und Ueberlegung in Anſpruch zu nehmen. Er wandte ſich zurück, durchmaß wieder den engen, däm⸗ merigen Steig durch die dichten Büſche, trat in die Allee