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ihm keine Silbe von mir meldete. Aber wer kommt hier zum Schreiben? Die Ruhe war viel zu verlockend für mich, als daß ich ſie ſelber hätte ſtören und mich ihrer be⸗ rauben ſollen.“
Sie waren bis an die Querallee gelangt und nahmen nach einigen Worten für jetzt Abſchied von einander, da der junge Mann ſich nach dem, was der heutige Morgen gebracht, was ihn ſo beſeligt und hinterdrein ihn doch ſo⸗ gleich wieder ſo tief niedergedrückt in den vollen Staub der Verhältniſſe, endlich nach Stille und Einſamkeit ſehnte und auch auf den Brief des Profeſſors geſpannter war, als er ſeine Begleiter hatte merken laſſen. Ehrenſtein konnte immerhin eine beſondere Veranlaſſung zu demſelben haben, da er ja— Ruprecht wußte ſelbſt nicht, in wie naher und intimer Beziehung zum Leben und Geſchick des jungen Mannes ſtand und ſeinen Beſuch ſo entſchieden ge⸗ wünſcht hatte.
Demnach ließ er für den Augenblick den Brief, den er auf dem Tiſche ſah, noch uneröffnet und ging in das Schlafzimmer, wo er das für Diana's Vater beſtimmte kleine Bild, wie wir wiſſen, ſtets auf das ſorgfältigſte ver⸗ borgen gehalten hatte, und wo es trotzdem entdeckt worden war. In der maſſiven Wand des Gemachs war ein klei⸗ ner, aber tiefer Schrank angebracht und mit einer feſten Thür und einem guten, ja wie es nach dem Schlüſſel ſchien, auch künſtlichen Schloß gegen Eröffnung verwahrt. Und


