153
Ich bin ganz gefaßt darauf, ſchon morgen nach E. zu ge⸗ hen, und will nun meinen Bruder herüberrufen, um mit ihm das Nöthigſte abzureden. Wir dürfen uns nicht ſäu⸗ mig finden laſſen. Hinauf mit der Flagge!“ ſetzte er zum Diener gewendet hinzu, und indem er ſelbſt das Fernrohr zur Hand nahm, befeſtigte er es auf dem zu dieſem Zweck auf der Brüſtung des Belvedere angebrachten einfachen Stativ und richtete es gegen Wolden. Dann trat er zu den andern Beiden zurück und ſah ſchweigend der empor⸗ ſchwebenden Flagge nach, welche der leichte, ſeit kurzer Zeit entſtandene Wind alsbald zu entfalten begann.
Der Diener trat zum Fernrohr und ſpähte aufmerk⸗ ſam hindurch. Die drei Herren ſchauten ihm ſtumm und gedankenvoll zu, denn auch Ruprecht wußte für den Au⸗ genblick nichts zu ſagen. Die Nachricht, die ihm nach allen, was er von den franzöſiſchen Zuſtänden wußte, gar nicht ſo unerwartet kam, berührte ihn dennoch gewaltig. Von einer weitern Verzögerung ſeiner Abreiſe konnte keine Rede mehr ſein. Es verſtand ſich von ſelbſt, daß alle Offiziere ſich ſo ſchnell wie möglich bei ihren Regi⸗ mentern einzuſtellen hatten.
„Willſt Du wirklich ſelbſt nach E. hinüber?“ fragte der Prediger nach einer Weile den Baron.„Du haſt Dich ſonſt von dieſen Kommiſſions⸗Quälereien längſt ſchon fern gehalten.“ 5 Der Baron ſchüttelte den Kopf.„Diesmal kann


