Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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genvollen Mienen. Ein Diener mit einem Fernrohr unter dem Arm und einer zuſammengewickelten dunkelro⸗ then Flagge in der Hand folgte ihnen, und ſie kamen raſch über den kleinen freien Raum zu dem leichten Gebäude heran, wo Ruprecht, als er die Unmöglichkeit, ſich zu ent⸗ fernen, erkannt hatte, auf ſeinen früheren Platz zuruckge⸗ treten war. Der Pfarrer hatte ihn ſogleich bemerkt und ihm freundlich zugewinkt.

„Sieh' da, Freund Münch,“ ſagte jetzt auch der Ba⸗ ron und bot ihm im Herantreten die Hand;„noch mit⸗ ten in dem Träumen und den Künſten des Friedens, merke ich! Des Friedens,“ fügte er hinzu,„der auf Gott weiß wie lange vielleicht von uns Abſchied nehmen wird!“ b

„Sie beſtürzen mich, Herr Baron!“ ſprach Ruprecht lebhaft.„Drängen die unruhigen Köpfe in Frankreich wirklich einmal wieder zum Kriege gegen uns? Muß die Regierung nachgeben?“—*

„Nicht doch, Freund,“ lautete die ernſte Antwort, „dazu war's zu ſpät. In Paris iſt eine Revolution aus⸗ gebrochen, die Truppen ſind beſiegt, der König iſt entflo⸗ hen. Niemand weiß, was wird, was werden kann und muß. Ehrenſtein hat mir eben eine Stafette mit der Nach⸗ richt geſchickt, und wenn ſie ſich beſtätigt, was kaum an⸗ ders ſein kann, ſo werden wir bald noch mehr darüber hören. Unter dieſen Umſtänden kann die Zuſammenberu⸗ fung der Kreiskommiſſionen nicht aufgeſchoben werden.