242 Alt⸗Ruhnecks Ende.
ſtrebt waren, alle noch vorliegenden mißlichen und zweifel⸗ haften Zuſtände ſo ſchnell und ſo friedlich zu ordnen, wie es möglich war.
„Es iſt Frieden überall, laßt ihn auch uns haben!“ ſprach der General trübe.„Der Einzige, der ſich ſein er⸗ wehrte, obſchon auch er ſein Lebenlang darnach verlangt, ſtört ihn ja nicht mehr.“
Und die Baronin verſetzte faſt traurig:„an mir ſoll's nicht fehlen, mein Theurer! Ich weiß es ſelber am beſten, wie bedürftig der Menſch des Glücks und des Friedens und wie ſchmerzlich es iſt, wenn man immer vergebens darnach ausſieht.“ Doch ſo, daß der Bruder es nur allein hörte, ſetzte ſie hinzu: „das alles iſt freilich anders als es vordem geweſen und geſchehn wäre. Aber was thut's? Wir Alten müſſen den Jungen Platz machen, und unſere Sitten und Anſichten den ihren. Vielleicht geht's ihnen beſſer mit der Milde und Liebe, als uns mit unſerer Strenge und Starrheit.'s ſoll mich nur wundern, ob auch die alte Ruhneck ſelber heiterer darein ſchaut, wenn erſt junges und friſches Glück in ihr haust!“
„Wir müſſen zur Erklärung dieſer Worte hinzuſetzen, daß in der alten Dame, als in dem Bruder ihr Haupt⸗ gegner ihr weggenommen war, zuerſt die ſchon beſiegten Skrupel gegen Eckhards Verbindung mit Reginen und dazu noch neue gegen den Bund des andern Paars wieder wach geworden und erſt nach langen Verhandlungen mit Agnes gewichen waren. Im Sinn der alten Ruhnecker wären beide Verbindungen, zumal nachfgnn Vorausgegan⸗


