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Alt⸗Ruhneck. 17
der ſicherſten Ruhe. Ueberdies zeigt dieſe Lage auch noch unwiderleglich, daß das Geſchlecht der Ruhneck in dieſer
Burg nur eine ſichere, friedliche Heimat beſaß; zum„Raub⸗ ſchloß“, zum Sitz ächter und gerechter ritterlicher Schnapp⸗
hähne eignete ſie ſich nicht im entfernteſten, da das Land umher weder reich, noch von einer lebhaften Straße durch⸗ ſchnitten war. Der Verkehr blieb damals dieſen Gegenden noch viel ferner als jetzt, und es war viele Stunden weit nicht eine einzige gewerbthätige, wohlhabende Stadt zu finden. Daher trefft ihr auch ſo wenig Ruinen in dieſem Landſtriche, das Raubritterthum brauchte andere Oertlichkeit und Gelegenheit.
Und in der That, ſo weit man von den Ruhneck weiß, niemals erſcheint einer von ihnen bei den gewöhnlichen Raub⸗ und Diebszügen, niemals wird der Burg als eines Raubſchloſſes erwähnt. Auch in den vielen kleinen Rauf⸗ händeln und Fehden findet man den Namen nur ein paar⸗ mal angeführt, und es iſt ſehr zweifelhaft, ob ſie über⸗ haupt jemals Mitglieder einer der großen Adelsgeſellſchaften des ſpäteren Mittelalters geweſen ſind. Dagegen leſen wir von einigen ernſten und blutigen, aber für ſie auch glücklichen Fehden, welche ſie auf eigene Fauſt mit benach⸗ barten großen Dynaſten führten; vor allem aber erſcheinen ſie in der Kriegsgeſchichte anderer Länder und größerer Fürſten. Ein Ruhneck war mit dem erſten Hohenzollern ſchon 1412 nach der Mark Brandenburg gezogen und in Noth und Glück der treue Gefährte des Churfürſten ge⸗ blieben. Eine Ueberſiedlung in die Marken fand jedoch
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Hoefer, Ruhneck.


