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Die Alten von Ruhneck : eine Erzählung aus älterer Zeit / von Edmund Hoefer
Entstehung
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16 Alt⸗Ruhneck.

hinuntergezogen zu den Menſchen, zu dem Geräuſch und

Leben der Ebene. Aber dieſe hier, dieAlten von Ruhneck,

wie man ſie hieß, blieben ihrem Neſte getreu, ſo lange ſie's vermochten. Nur die Gewalt des furchtbaren Elements vertrieb ſie endlich für immer.

Die Grafen Alt von und zu Ruhneck dieſen Namen führten die Beſitzer der Burg und des angrenzenden Landes, und den Beinamen Alt, oder wie man ſie kurz hieß: die Alten von Ruhneck, gaben ſie ſich zur Unterſcheidung von der Nebenlinie, welche als Grafen von Ruhneck auf andern

Beſitzungen ſaßen waren ein uraltes Dynaſten⸗Geſchlecht,

und ſo weit man von ihnen Kunde hatte, waren die Mit⸗ glieder dieſer Familie geweſen, wie wir es oben von ihnen annahmen ſtolzen, reichen und ſtarken Herzens. Bereits der Erſte, der ſich unter Kaiſer Lothar auf dieſer Stelle anſiedelte und der Burg und ſich ſelbſt den Namen gab, mußte ein ſolcher Mann geweſen ſein. Es war in jener traurigen und ſchrecklichen Zeit ſicher ſchon nichts Ge⸗ ringes, die Reize und den Charakter eines Platzes zu er⸗ kennen und ihm den richtigen Namen zu geben; es war aber etwas wirklich Großes, kann man dreiſt ſagen, daß ein ritterlicher Mann dieſer Zeit den Begriff der Ruhe und das Gefühl für ſie überhaupt nur in ſich hatte und dies Gefühl auch im Worte ausdrückte.

Wer die Lage des alten Schloſſes anſieht, muß es zugeſtehn, daß nie ein Name paſſender gewählt wurde; der Charakter des ganzen Landſtrichs iſt wir können das nicht oft genug wiederholen der dern tiefſten Stille,