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Alt⸗Ruhneck. 13
Ebenſo neu oder noch neuer waren die großen Gebäude, welche ſich vom Saalbau links fortzogen. Man erkennt aus einigen noch beſſer erhaltenen Partieen und ihren Ornamen⸗ ten, daß ihr Urſprung ſchwerlich über die Mitte des ſieb⸗ zehnten Jahrhunderts zurückzudatiren iſt. Hier gibt's ſo gut wie keine Gemächer mehr, auch aus der Höhe iſt alles heruntergeſtürzt, und ſelbſt die Außenmauern haben zum Theil nicht Stand gehalten. Vermuthlich waren hier die Wohn⸗ und Familienzimmer der letzten Beſitzer, und es mag in dieſen gleichfalls nur leicht gebauten Räumen das Feuer ſeinen Anfang, ſeine Nahrung und Verbreitung gefunden haben.— Der Bau erſtreckte ſich links bis an den Rand des Plateaus und endete, nachdem er im rechten Winkel gebrochen, an einem Thurm, der nicht ſo groß wie der Berg⸗ fried, die äußerſte linke Ecke einnimmt und, wenn im Innern auch arg durch das Feuer verwüſtet, doch noch deutlich ge⸗ nug zeigt, daß er zu einer Kapelle eingerichtet war. Be⸗ ſteigbar iſt er nicht. 3
Zwiſchen dieſen zuletzt erwähnten Gebäuden und einem weiteren, gleichfalls zerfallenen Seitenflügel der alten Burg, auf der Rückſeite durch die Bruſtwehr begrenzt, zieht ſich ein Raum hin, der vielleicht ſechzig Schritt in der Länge und dreißig in der Breite haben mag. Da hatten die genüg⸗ ſamen Burgbewohner vordem ihren Garten, den einzigen wirklich freien und heitern, ſonnigen Fleck in dem großen Gebäude⸗Chaos. Von einem Blick in die Ferne iſt keine Rede, da rückwärts der Schloßberg wieder durch ein enges ſchluchtartiges Thal von den jenſeitigen, ihn weit über⸗


