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Die Alten von Ruhneck : eine Erzählung aus älterer Zeit / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Alt⸗Ruhneck. 11

rechts und links mit noch verſchloſſenen Thüren und Fenſter⸗ laden erheben. Und wenn ihr zwiſchen ihnen heraustretet, ſeht ihr endlich die Ruinen des eigentlichen großen und weitläufigen Schloſſes vor euch. Denn während ihr bisher an dem felſenfeſten Mauerwerk nur wenig oder gar keine Spuren des Verfalls entdecktet, iſt dort kein Fenſter mehr in den zum Theil noch trotzig ragenden Mauern, und kein Dach darüber. Was Stein, das ſteht, das Holzwerk aber wurde durch das Feuer verzehrt, welches der Blitz in den ſechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den mächtigen Bau warf. Seit der Zeit blieb die Burg unbewohnt. Was Stein, das ſteht, wiederholen wir, und wenn wir uns in das Getrümmer hinein wagen, finden wir noch ſo viel erhalten, daß wir ziemlich mühelos die Räumlichkeiten und ihren frühern Zweck unterſcheiden und beſtimmen kön⸗ nen. Vor allem unterſcheiden wir an der Mauer entlang, hinter den Thorgebäuden rechts und links bis zum Berg⸗ rande lange Gebäude, deren Dächer noch erhalten ſind, und die ſichtbar die Ställe, Magazine, Speicher und dergleichen bildeten. Die ſteinernen Krippen ſind noch da, auf den Reſten der alten Raufen hängen Spinngewebe und einzelne Heuhalme, Faßdauben und Bretterwerk liegen noch in man⸗ chem Winkel. Sodann zeichnet ſich der Bau der urſprüng⸗ lichen Burg aus zwei große maſſive Gebäude, in der Mitte durch ein ſchmäleres, ähnliches verbunden, durch einen niedrigen überwölbten Gang an den gewaltigen Thurm ge⸗ ſchloſſen, den Bergfried, der hier auf der höchſten Stelle des ſanft anſteigenden Plateaus und faſt än ſeiner äußerſten,