Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Anſprache noch ein Mal von vorn. Der Eindruck der Letz⸗ teren wurde vielleicht dadurch etwas geſchmälert, daß das Gedächtniß des Redners ſich, wie ein ſcheues Roß, einige Male aufbäumte und den Wagen des Gedankenganges rückwärts ſchob, dann wieder plötzlich anzog und im hals⸗ brecheriſchen Galopp dem Ziele um ein großes Stück Wegs näher kam, dieſen Vortheil bald durch Ablenken auf unge⸗ bahnte Umwege jählings wieder aufgab, bald durch ver⸗ zweifelte Sätze über Gräben wieder einholte, um endlich doch noch lebendig das Ziel zu erreichen. Indeſſen einen gewiſſen Eindruck hatte die Rede unleugbar hervorgebracht, das bewieß, als Liebezeit geſchloſſen hatte, das Stuhlrücken, das Rauſchen der Kleider, das Räuſpern und vielerlei an⸗ dere Laute und Bewegungen, durch welche ſich das Ver⸗ halten der Anweſenden nach der Rede von ihrem Verhalten während der Rede unterſchied..

Herr Liebezeit ahnte nicht, als er an der Tafel Platz genommen hatte, daß ihm eine kleine Ueberraſchung bevor⸗ ſtand. Mahlmann überreichte ihm nämlich eine Art Dip⸗ lom, einen Contrat, nach welchem dem Buchhalter und Caſſirer ſeine Stellung auf Lebensdauer geſichert wurde. Damit war die einzige Sorge gehoben, die ſein genügſames Herz bisher noch gedrückt hatte und Liebezeit war nun voll⸗ ſtändig glücklich, wenn ſchon er momentan bis hinter die Ohren erröthete und in Verlegenheit kam, ob er das mit dem