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„Als ich hinter ihm ſtand,“ beſtätigte der Irre und ſein Blick grub ſich halb fragend, halb forſchend in Laura's Augen,„er wollte zu Dir, aber Dein Grab war leer.“
„Er dankt Dir für Deine That,“ antwortete Laura, „und hat Dir Alles verziehen.“
„Und was willſt Du von mir, blutige Erſcheinung? Du willſt mich holen?“
„Nein.“.
„Dann ſtrecke Deine Hand nicht nach mir aus, laß ſie ſinken, ſo gerade herabſinken— ſie ſcheint eiſig kalt.“
„Sie iſt nicht kalt, warmes Leben durchfließt ſie, ich wollte ſie Dir zur Verſöhnung reichen.“
„Zur Verſöhnung? Ein Geſpenſt will meinen kleinen Menſchengeiſt überliſten. Ich weiß es, wenn ich die kalte Hand anfaſſe, bin ich verloren.“
„Sie iſt nicht kalt— nimm ſie an, glaube an meine Verzeihung und Du wirſt wieder Ruhe finden.“
„Dein Auge glänzt hell und klar,“ ſagte Bollhorn, Laura lange betrachtend,„Du ſcheinſt zu athmen und Dein Athem iſt warm. Du willſt nicht wieder ſterben?“
„Nein,“ entgegnete Laura.
„So will ich Deine Hand erfaſſen.“ Zitternd er⸗ griff Bollhorn die dargebotene Hand. Sie war ſo warm, er ſchien ihr pulfirendes Leben zu wiegen und zu belauſchen, er ſah die kleine Hand lange an, ſie war ſo ſchön, ſo weiß!


