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ich Pläne für meine zukünftige Thätigkeit. Meine produc⸗ tive Kraft war von dem Uebermaße meines Glückes mo⸗ mentan gelähmt. Die Macht der ſchönen Wirklichkeit war ſo wahr und gewaltig, daß ich mich in einen andern Zu⸗ ſtand, in andre Verhältniſſe nicht hineinzulügen vermochte. Ich gab mich mit großem Ernſte eine zeitlang dramatur⸗ giſchen Studien hin, bis Laura, die mich darüber ertappte, mir das Geſtändniß machte, daß ſie es gern ſehen würde, wenn ſich ihr zukünftiger Gemahl mit der Bühne ſo wenig als möglich zu ſchaffen machte.
In den Stunden des Glücks und der Erhebung iſt der Menſch am meiſten geneigt, ſich mit ſeinen Feinden auszuſöhnen. Ein König begnadigt Staatsverbrecher, wenn ihm ein Prinz geboren worden iſt; Verwandte, die mit ein⸗ anander gegrollt haben, ſprechen wieder das erſte freund⸗ liche Wort zuſammen, wenn ſie die Nachricht von dem
längſt erwarteten Tode eines reichen Erblaſſers erhalten;
und ich hatte es ſelbſt erlebt, daß zwei Bauern, die gegen⸗ ſeitig einen Proceß wegen Grenzſtreitigkeiten mit der größten Erbitterung führten, ſich die Hände ſchüttelten und Friede ſchloſſen, als nach einer anhaltenden, bangen Trok⸗ kenheit ein erquickender Landregen die ſchon aufgegebene Hoffnung auf eine reiche Ernte wieder herſtellte. Was mich betrifft, ſo ſöhnte ich mich unter dem Eindruck meiner neuen Verhältniſſe mit einem Feinde wieder aus, den ich,


