Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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81 ſchwarzen Auge leuchtete Laura's Blick, dieſe Stirn und dieſes Antlitz hatte die Natur ſelbſt für ihren Liebling für gut befunden und nur den Stempel der Weiblichkeit darauf gedrückt.

Laura trug an einem ihrer zarten Finger einen Ring aus der Hinterlaſſenſchaft meiner verſtorbenen Mutter, und die leere Stelle an meinem Finger war durch einen Ring Laura's ausgefüllt, der ihr als das Taufgeſchenk einer Pathin das theuerſte geweſen war. Es war ein ziemlich einfacher goldner Ring mit einem blauen Steine, auf welchem die Anfangsbuchſtaben B. St. eingegraben waren. Mit dieſem Tauſche hatten wir uns verlobt. Wir hatten unſre Verlobung durch die Blätter öffentlich bekannt ge⸗ macht und den Hauptzweck dieſer Maßnahme erreicht: Bollhorn, der ſich ſeit meiner Aufnahme in die Familie durch wiederholte Abweiſungen nicht hatte abſchrecken laſſen, bemühte ſich nun nicht mehr nach dem ſtillen Gartenhauſe heraus. Lauras Entſchluß, die hieſige Bühne zu verlaſſen, erlitt durch dieſe Neugeſtaltung keine Aenderung. Sie hatte ein glänzendes Engagement mit einer Hofbühne ab⸗ geſchloſſen und in meiner Vaterſtadt, die wir auf der Reiſe nach dieſem neuen Beſtimmungsorte mit berühren mußten, wollten wir uns in aller Stille trauen laſſen. Während Laura ſich mit den Rollen beſchäftigte, in denen ſie vom hieſigen Publikum Abſchied zu nehmen gedachte, entwarf