Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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und ſchon längſt hätte ich meinem Leben ein Ende gemacht, wenn ich mich von den Bildern meiner Vergangenheit, die mit meinem Tode in Nichts zergehen, zu trennen vermöchte!

Ich wohnte bei der Familie Braag. Mein Zimmer war ſaſt überputzt von jenem kleinen Luxus, den Laura's kunſtgeübte Hand mit der' Zeit geſchaffen und deſſen ſie ihr eignes Zimmer beraubt hatte, um das meinige damit zu ſchmücken. Ihre ausgewählte Bibliothek füllte eine Ecke aus und über den gedrängten Bücherreihen ſchimmerte eine Studirlampe, die für mich eigends angekauft war, ſo ein⸗ ladend, daß man nur ihr zu Gefallen ſchon die Nacht in geiſtiger Thätigkeit hätte verbringen mögen. Wohin ich mich auch ſetzte— überall hing ein niedliches Kiſſen an der Wand, an das ich mein Haupt lehnen konnte. Ich wandelte buchſtäblich auf Blumen, die mir von einem die ganze Diele bedeckenden Fußteppich entgegen prangten, und des Nachts ſchlief ich unter einem Thronhimmel, den Mama Braag von ſchneeweißer Gaze mit Lebensgefahr über dem Schauplatz meiner Träume aufgeſpannt hatte. Sogar das Theuerſte, was dieſe lieben Leute beſaßen, das Portrait des verſtorbenen Familienhaupt's, hatten ſie in meinem Zimmer aufgehangen. Ja, das konnte nur Laura's Vater ſein, ſo mußte er ausgeſehen haben. Aus dem