Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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lagen hinein und fragt mich regelmäßig, ob nicht noch eine Beilage dabei geweſen ſei. Dann geht er zu Biere und ich bin allein. Sie kehren niemals wieder, dieſe ſtillen Abende, wo in geweiheten Augenblicken meine glühende Phantaſie die tiefe Sehnſucht meines Herzens erfüllteund mir in Amine eine liebende Gefährtin gab, dieſe Augenblicke, in denen hinter mir ein Blatt Papier von einem Tiſche raſchelte, und ich mir ſagte, es ſei Amine, die Tapete kniſterte und ich mir ſagte, es ſei Amine, bis ich mich umſah und ſie wirklich zu er⸗ blicken glaubte im dunkeln Hintergrunde des Gemachs, bis die Umriſſe ihrer Geſtalt immer beſtimmter wurden, bis ich im Dunkel ihr weißes Antlitz unterſcheiden konnte, bis ſie näher und näher kam und in lebenswarmer Geſtalt vor mir ſtand, ihr ſchwarzes Auge tief in das meinige ſenkte, bis ſie ſich zu mir herabneigte— bis ich die Arme ausſtreckte, um ſie zu umfaſſen! Sie kehrt nie wieder, die Zeit, wo Amine ihren Namen ablegte und Laura hieß, wo das Bild der Phantaſie verſchwunden und ich allein war, bewegt von ſüßem Liebesleid und nur der Aufgabe lebend, das ſchöne Ziel zu erreichen, das mir als Fata margana in Amine ſchon in greifbarer Nähe vorgeſchwebt hatte. Sie kehrt nie wieder dieſe traumhafte, ſtille Zeit, dieſe Zeit ahnungsreichen Hoffens— ſie iſt auf ewig dahin und auch die Zeit iſt dahin, die mein Hoffen erfüllte. Die Erfüllung iſt vorüber. In eine Einöde bin ich hinausgeſchleudert