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„Unſtät die Welt durchziehen?“ fragte ſie lächelnd und blickte mir in's Auge.
Was wollte ſie damit ſagen? Lag in dem Blicke nicht eine Stätte für mich? War das nicht, als böte mir der Blick eine Heimath an?
Ich konnte nicht antworten und ſah ſie ſchweigend an. Es iſt eine alte Geſchichte mit dem Erröthen eines liebenden Mädchens, in einem Augenblické der Weihe, wie der jetzige war. Aber auch Laura erröthete, als ich ihr ſtumm in's Auge blickte, auch Laura ſchlug die Augen zu Boden und entzog mir leiſe ihre kleine Hand. Ewig jung und ewig ſchön bleibt dieſe alte Sprache, die ohne Worte, ohne Laute Alles plaudert, was in dem tiefſten Herzen der Jung⸗ frau vorgeht, und nichts verſchweigt.
Es iſt eine alte Geſchichte, die ich erzähle von dem Jünglinge, der die geliebte Geſtalt als ſein ewiges Eigen⸗ thum an ſein klopfendes Herz reißt und Wange an Wange gelehnt, ſein einziges und letztes Geheimniß ausplaudert, ohne ein Wort zu ſagen!— 3
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So war ich aus dem Hauſe meines Vetters für immer geſchieden. Ich hatte manche trübe, gedrückte Stunde darin verlebt. Jetzt weiß ich, daß mein Aufenthalt dort der Vorabend zu einer Reihe ſüßer, glücklicher Tage war


